Lebensweise
Wenn der Quastenflosser schnell schwimmen will, benutzt er seine mächtige Schwanzflosse.Durch die beinartigen Brust- und Bauchflossen kann sich der Fisch in einer Art "Kreuzgang" bewegen. Für diese alternierenden Bewegungen seiner Flossen hat er in seinem Nervensystem bestimmte "neuromuskuläre Koordinationen", wie es Hans Fricke nennt. Nach seiner Ansicht können solche Koordinationen den Verwandten des Quastenflossers den Schritt an Land erleichtert haben. Tiere der modernen Art gehen jedoch nicht am Meeresboden herum und berühren mit ihren Flossen nicht mal den Boden, etwa beim Beschleichen ihrer Beute, wobei die Brustflossen um 180° um die eigene Achse gedreht werden können.
Ihre großen Brust- und Bauchflossen verwenden sie zum Ausbalancieren.Quastenflosser sind Nachtjäger und Driftschwimmer, die auch die schwächste Wasserströmung für ihre Fortbewegung ausnutzen.
Siehe auch: lebendes Fossil.
wiederentdeckung eines lebenden Fossils
Das Exemplar war durch die Druckverringerung bereits tot.1938 wurde ein eineinhalb Meter langer und 52 Kilogramm schwerer unbekannter Fisch im indischen Ozean in der Gegend östlich von East London (Südafrika) aus knapp 70 Metern Tiefe gefangen.
november 1954 wurde aus Tananarive (Madagaskar) zum ersten Mal der Fang eines lebenden Exemplars gemeldet.Am 15.
Dieser identifizierte den Fisch eindeutig als Nachfahre der fossilen Quastenflosser und benannte das Tier, den Komoren-Quastenflosser, nach seiner Entdeckerin und dem Fluss Chalumna, in dessen Nähe er ins Schleppnetz gegangen war, taxonomisch Latimeria chalumnae.Als Marjorie Courtenay-Latimer, die Kuratorin des Naturhistorischen Museums von East London, an der Südostküste Südafrikas das Tier entdeckte, das ganz offensichtlich ein Vertreter der Coelacanthini aus der Ordnung der Quastenflosser war, einer FischGruppe, welche den Zoologen und Paläontologen bisher nur aus versteinerten Abdrücken bekannt war, und von denen man daher zu wissen glaubte, dass sie im Devon, vor über 350 Millionen jahren, entstanden und gegen Ende der Kreidezeit, vor rund 70 Millionen Jahren, vollständig ausgestorben wären, schaltete sie Smith aus Grahamstown in Südafrika ein.
Erst 15 Jahre später gelang der nächste Fang in der Gegend der Komoren.
Es konnten dann noch weitere Exemplare gefangen werden, einmal sogar ein lebendes. Am 17. Januar 1987 entdeckte der Münchner Biologiestudent Olaf Reinicke vom Tauchboot Geo aus in 198 Meter Tauchtiefe den ersten Quastenflosser in seinem natürlichen Lebensraum.
Seit 1989 wird mit Unterstützung der Zoologischen gesellschaft Frankfurt ein Projekt zur Erforschung der Quastenflosser durchgeführt.
Inzwischen konnten von Hans Fricke auch Filmaufnahmen von lebenden Quastenflossern bei den Komoren gemacht werden.
Eine erneute Sensation gab es, als 1997 und 1998 tote Quastenflosser auf dem Fischmarkt von Manado Tua (Sulawesi) in Indonesien entdeckt wurden, rund 10.000 Kilometer von den Komoren entfernt.
Inzwischen fand Fricke auch dort lebende Quastenflosser, die als Manado-Quastenflosser (Latimeria menadoensis) bezeichnet werden.
April 2004 ist eine Deutsche Unterwasser-Expedition in Südafrikas Küstengewässern auf weitere Exemplare der Komoren-Quastenflosser gestoßen. Am südlichsten Ende der Sodwana-Bucht nahe der Grenze zu Mosambik entdeckte das Team des Max-Planck-Instituts für Verhaltensphysiologie in Seewiesen bei München zwei weitere Tiere. Damit erhöht sich nach Angaben der Zoologin Karen Hissmann der dort bekannte Bestand auf 21 Exemplare. Seit Beginn der 1990er Jahre sind drei Exemplare vor Mosambik und Tansania gefangen worden. sollte die Finanzierung gesichert sein, ist für kommendes Jahr daher auch in mosambikanischen Gewässern eine Unterwasser-Expedition geplant.
Übersicht zierfische - Mehr zum Thema Quastenflosser (2)
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